Warum kosten Markenbrillen so viel?

Warum kosten Markenbrillen so viel?
Ihre Brille könnte Armani sein, seine vielleicht von Chanel. Überall wo Ray-Ban draufsteht, ist auch Ray-Ban drin? Auf keinen Fall. Alle diese Top-Marken stammen nämlich aus derselben Fabrik: Luxottica.

Stellen Sie sich vor, Sie wählen beim Optiker zwischen verschiedenen Brillenmodellen von verschiedenen Marken mit unterschiedlichen Preisen und alle sind von demselben Hersteller. Komisch, oder?

Die großen Modehäuser von Vogue über Versace bis Tiffany schicken ihre Modedesigns an eine italienische Firma namens Luxottica. Dort kümmert man sich um den Rest.

Welche Marken gehören eigentlich zu Luxottica?

Das italienische Brillenunternehmen Luxottica, gegründet 1961, ist mit einem Umsatz von fast 9 Milliarden Euro der größte Brillenhersteller weltweit. Designer und internationale Marken wie Armani, Burberry, Chanel, Polo Ralph Lauren, Paul Smith, Stella McCartney, Tiffany, Versace, Vogue, Persol, Miu Miu, Tory Burch, Donna Karan oder sogar Ray-Ban und Oakley gehören zu Luxottica.

Der italienische Konzern ist ein Brillen-Imperium, das im Brillengewerbe alles von Entwurf bis zum Verkauf abdeckt und kontrolliert so das ganze Brillen-Business. Aber wieso? Luxottica besitzt nämlich die erforderlichen Lizenzen.

Zum Beispiel die Produktion einer Oakley-Brille kostet Luxottica ungefähr 25 USD, das Modell wird aber schließlich zum Preis von etwa 150 USD verkauft. Zum Konzern gehören jedoch nicht nur zahlreiche Brillen-Marken, sondern auch viele Optiker.

Es funktioniert wie folgt:

Die Marken, die nicht zu Luxottica gehören, werden in firmeneigenen Retail-Shops einfach nicht mehr angeboten. Viele Konkurrenten mussten also in der Vergangenheit unfreiwillig an Luxottica verkaufen, um nicht in Konkurs zu gehen. Wie traurig.

Im April 2015 verkündete der Brillen-Gigant seine Partnerschaft mit Google für die neue Version von Google Glass. Dieses Jahr wurde bekannt gegeben, dass  Luxottica und der französische Brillenglas-Hersteller Essilor fusionieren wollen.

Nächstes Mal überlegen Sie sich´s gründlich, bevor Sie eine teure Designer-Brille kaufen.

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